Richelsdorf

Ortsteil der Gemeinde Wildeck

Die Roterainsmühle der Familie Nehlmeyer

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Roterainsmühle
Idyllisch im Tal am Weihebach zwischen Richelsdorf und Untersuhl gelegen, sieht man schon von weitem die stattlichen Gebäude der Roterainsmühle. Sie ist vermutlich die älteste der Richelsdorfer Mühlen und als einzige noch in Betrieb.

Das Wohnhaus trägt im Giebel die Jahreszahl 1617, es gibt aber noch Fundamente von älteren Gebäuden. Zuerst stand am Ostrand des Geländes ein Vorwerk, das das Herrschaftsgebiet der Cornberger gegen Thüringen abgrenzte. Diesem angeschlossen war eine Ziegelei, daher der Name ,,Roter Rain". Das Wasser des Weihebaches, vom Südrand des Ortes abgeleitet, wurde bald zum Antrieb eines Mühlrades genutzt, und so entstand später eine Schneidemühle mit Horizontalgatter, das die Latten schnitt, auf denen die Ziegel getrocknet wurden (Feldbrandverfahren).
Das Wohnhaus trägt im Giebel die Jahreszahl 1617

Um 1800 erwarb Emil Nehlmeyer, ein Vorfahr des heutigen Besitzers Karl Nehlmeyer, die Mühle von den Herren von Cornberg (die Urkunde ist leider verlorengegangen). Sie muß schon damals die einträglichste der Richelsdorfer Mühlen gewesen sein, wie man aus der Höhe der Abgaben schließen kann, die der neue Besitzer bis zur Auflösung der Zins- und Lehnspflicht im Jahre 1854 zu zahlen hatte. Sein Einzugsgebiet war vor allem Obersuhl. 1850 wurde eine Dreschmaschine fest eingebaut und durch ein langes Drahtseil mit dem Mühlrad, das sich am hintersten Gebäude befand, verbunden. Etwa zehn Jahre später installierte Emil Nehlmeyer dann auch das erste Mahlwerk, und so war nun die Roterains-Mühle eine Schneide- und Kornmühle mit mechanischer Dreschgelegenheit.

Da der Weihebach auf seinem Weg vom Richelsdorfer Gebirge herunter bis zur südlichen Ortsgrenze noch Zuflüsse von mehreren kleinen Wasserläufen erhält (Stollenbach, Quellbach, Honiggraben), kann er bis heute das große Mühlrad treiben. Das Wasser läuft oberschlächtig über das mehr als sechs Meter hohe Rad mit einem Gefälle von 6,8o Metern. Daneben steht den Nehlmeyers aber auch eine Turbine zur Verfügung, die vor allem im Winter den Strom liefert, wenn bei starker Kälte das Mühlrad dick vereist ist.

Wenn die Mühle allein ihren Betreiber auch nicht mehr ernähren kann - Karl Nehlmeyer arbeitet noch als Industriekaufmann in der Richelsdorfer Hütte und bezeichnet sich nur als ,,Hobby-Müller" - wird die Roterains-Mühle weiter bestehen bleiben, denn die nächste Generation ist vorbereitet. Trotz harter Schicksalsschläge, die diese Müllerfamilie durchstehen mußte (Großvater und Vater sind in den beiden Weltkriegen gefallen), hat sie durchgehalten. Und nun, da sich nach über 40 Jahren die wenige Meter entfernte Grenze nach Thüringen hin wieder geöffnet hat, liegt die Roterains-Mühle als einzige tätige Richelsdorfer Mühle, liebevoll erhalten und gepflegt und im Sommer immer noch klappernd, im Herzen Deutschlands.

die Roterains-Mühle als einzige tätige Richelsdorfer Mühle, liebevoll erhalten und gepflegt und im Sommer immer noch klappernd

Inhalt:

Das Wasser läuft oberschlächtig über das mehr als sechs Meter hohe Rad mit einem Gefälle von 6,8o Metern.

 

 

...so wird das Getreide zum Mehl

 

 
Des Müllers Gehilfe fährt das Getreide zum Aufzug... ...mit einem Greifer wird der Sack befestigt... ...und über einen 'Hebezug hochgezogen. Der Müller nimmt das Getreide entgegen

1.
Des Müllers Gehilfe fährt das Getreide zum Aufzug, ...mit einem Greifer wird der Sack befestigt......und über einen Hebezug hochgezogen.
Oben angekommen, nimmt der Müller das Getreide entgegen.

Hebezug um den Gedreidesack in die 2. Etage herauf zu fördern

auf der Waage wird er gewogen auf der Waage wird er gewogen Sackentleerung ins Silo

2. In der 2. Etage wird der engegengenommene Getreidesack auf der Waage gewogen und in eines der 2 Silos gefüllt.

3. das nebenstehendes Bild

zeigt beide Silos, welches je 5 Tonnen fassen kann.

2 Silos mit je 5 Tonnen Fassungsvermögen

 Reinigungsanlage
Reinigungsanlage
Reinigungsanlage im Detail
Reinigungsanlage im Detail
 Elevator auch auch als Gurtbecherwerk bekannt
Elevator*
 Elevator im Detail
Elevator*

4. vom Silo wird es zur Reinigungsanlage mittels Elevatoren* gefördert

* Ein Gurtbecherwerk (auch: Elevator) ist ein mechanischer Stetigförderer für die Senkrechtförderung. Dieses energiegünstige Fördermittel wurde schon in die ersten automatisierten Getreidemühlen vor etwa 250 Jahren eingebaut. Der Begriff „Elevator“ hat sich in den Betrieben der Mühlen- und Futtermittelindustrie für ein Gurtbecherwerk eingebürgert. In Amerika wird unter einem „Grain elevator“ die ganze Siloanlage verstanden. „Elevator“ bedeutet im angloamerikanischen Sprachgebrauch außerdem Personenaufzug

5. nach dem Reinigungsvorgang kommt

es direkt zu den Mahlstühlen

Mahlstuhl für grobes Mahlgut
Grob
Mahlstuhl für feines Mahlgut
Fein
Plansichter Plansichter Plansichter
Plansichter

verschiedene Ansichten des Plansichters


6.
von den Mahlstühlen aus wird das vorgemahlene Getreide mittels Elevator zum Plansichter gefördert

7. der Plansichter siebt das feine Mehl aus dem Getreide. Das grobe Mahlgut wird zur weiteren Vermahlung in den Mahlkreislauf zurückgeführt

Mischanlage - Ansicht von oben mit Rührwerk
Mischanlage - Ansicht von unten mit Absackvorrichtung
Absackvorrichtung
1847 wurde das Mehl in solchen Leinensäcke tranportiert
Mischanlage
Ansicht von oben
Mischanlage
Ansicht von unten...
...mit
Absackvorrichtung
1847 wurde das Mehl in
solchen Leinensäcke
tranportiert

8.
das gemahlene Mehl wird in die Mischanlage tranportiert, gemischt, abgesackt und tranportfähig abgewogen.
 
 

...in der Zeit vor den Mahlstühlen...

 

 
...wurde das Getreide mehrfach mit den Mühlsteinen geschrotet. Mahlstuhl 1
Mahlstuhl 1
Schrotanlage
Schrotanlage
einer von vielen Mühlsteinen
einer von vielen
Mühlsteinen
Schrotanlage im Detail
Schrotanlage Detail
Mahlstuhl 2
Mahlstuhl 2
 
 

alte Mühlensteine verzieren den Weg zur Mühle

in liebevoller Kleinarbeit resauriert

 
alte Mühlensteine verzieren den Weg zur Mühle alte Mühlensteine verzieren den Weg zur Mühle alte Mühlensteine verzieren den Weg zur Mühle alte Mühlensteine verzieren den Weg zur Mühle
 
alte Mühlensteine verzieren den Weg zur Mühle alte Mühlensteine verzieren den Weg zur Mühle
 
 

ehemaliger unterirdischer Fluchtweg

vom Schloß ( Fachklinik Richelsdorf ) zur Ziegelei ( heutige Roterainsmühle )

 
ehemaliger unterirdischer Fluchtweg ehemaliger unterirdischer Fluchtweg ehemaliger unterirdischer Fluchtweg ehemaliger unterirdischer Fluchtweg
 
 

Bachverlauf zur Mühle

in mühevoller Arbeit angelegt, begradigt und sauber gehalten

 
Bachverlauf zur Mühle in mühevoller Arbeit angelegt, begradigt und sauber gehalten Bachverlauf zur Mühle in mühevoller Arbeit angelegt, begradigt und sauber gehalten Bachverlauf zur Mühle in mühevoller Arbeit angelegt, begradigt und sauber gehalten
     
Bachverlauf zur Mühle in mühevoller Arbeit angelegt, begradigt und sauber gehalten Bachverlauf zur Mühle in mühevoller Arbeit angelegt, begradigt und sauber gehalten Bachverlauf zur Mühle in mühevoller Arbeit angelegt, begradigt und sauber gehalten
 
 
 

kurze Videosequenzen

( Turbinen, Mühlrad, Transmission, Mahlstühle, Plansichter )


Stromerzeugung durch Wasserkraft


Mühlenrad


Tagesleistung der Mühle



Antrieb und Geschwindigkeitssteuerung
des Mühlrads


Transmission 1



Transmission 2



Mahlstuhl fein

>

Mahlstuhl grob



Antrieb (durch Schwungrad) Plansichter



Plansichter



Antrieb Plansichter und Klopfer



Klopfer für Absauganlage



Elevator & Silo






 
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Wechsel auf Tag - Ansicht Wechsel auf Nacht - Ansicht
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