Richelsdorf

Ortsteil der Gemeinde Wildeck

Geschichtliches

Inhalt

Der Küsterstein

Vorab geht mein Dank an Jürgen Linß für die großartige Ausarbeitung!

Die Familie Küster betrieb einen großen Holzhandel in Gladbeck und gehörte zu den wohlhabendsten Familien der Umgebung. Der Richelsdorfer Wald gehörte der Familie als Jagdrevier und Forst. Der sogenannte "Küsterstein" wurde zum Gedenken an die im 1. Weltkrieg gefallenen 2 Söhne der Familie unter einer Eiche im Wald (an einer Weggabelung) aufgestellt.

 

Die Familie Küster hatte in Richelsdorf im Jahr 1901 von Freiherr Carl von Cornberg ein größeres Waldgut mit einem besseren Wohnhaus erworben, das für für den Forstverwalter und für gelegentliche (Jagd-)Aufenthalte der Familie Küster hergerichtet wurde. So hatten sich beispielsweise gegen Ende des II. Weltkrieges – während der massiven Bombenangriffe auf das Ruhrgebiet – verschiedene Familienmitglieder dort in Sicherheit gebracht.

Die auf dem „Küsterstein“ genannten „Söhne“ der Familie Küster betreffen Personen aus zwei Generationen:

  • –       Hermann Küster (Bankier)
    Oberleutnant der Landwehr-Kavallerie, zugeteilt dem 1. Garde-Ulanen-Regiment
    (* 13. Januar 1875 in Feldhausen, heute zu Bottrop; + 1. Oktober 1914 zwischen Vaulx und Mory / Frankreich — Tod durch feindliche Fliegerbombe)
    Onkel (d.h. Bruder von Franz Küster sen.) von:
  • –       Franz Küster jun. (Schüler)
    Leutnant d. R. des Jäger-Regiments zu Pferde Nr. 7, abkommandiert zur Fliegerabteilung Nr. 13
    (* 27. Februar 1898 in Gladbeck; + 9. März 1918 bei Bromberg, Posen — Absturz bei einem Übungsflug wegen Maschinenschadens)

 

Quellen:
- Jürgen Linß - Richelsdorf
- derzeit in Druck befindlichen Buch (von Ralph Eberhard Brachthäuser):

    • –       Chronik der Firma A. Küster.
      Großhandlung in Grubenholz und Nutzholz mit Dampfsägewerken.
      Herausgegeben, illustriert, wissenschaftlich kommentiert und mit einem Nachwort von Ralph Eberhard Brachthäuser
      Gladbeck 2021

     

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